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Vorbild
Zuerst: Wo liegt Miltach? Zur Klarheit eine alte Kursbuchkarte der Bundesbahndirektion Regensburg:


In Miltach verzweigt sich die Bundesbahnstrecke von Cham in zwei Äste nach Kötzting (von wo aus eine Strecke der privaten Regentalbahn nach Lam weiterführt) und nach Straubing, soweit also erst mal nichts Besonderes.
Attraktiv als Modellbahnvorbild macht Miltach die Tatsache, daß ab den 70er Jahren hier (und nicht in Kötzting oder Blaibach, wo eine weitere Strecke der Regentalbahn Richtung Viechtach / Gotteszell abzweigt) die Übergabe zur Regentalbahn stattfand. Die relativ große Anlage mit ihren sechs Gleisen war hierfür wohl besser geeignet als die kleinen Bahnhöfe Kötzting oder Blaibach.
Miltach ist also auch endlich mal ein Plan für die Freunde der Epoche 4, denn da hatte dieser Bahnhof seine interessanteste Zeit!
Hier ein Gleisplan aus dem Jahre 1990, als bereits erste Rückbauten stattgefunden haben, die abgebauten Gleise sind allerdings noch gestrichelt eingezeichnet:


Als Appetithappen hier zwei Fotos vom 16.9.1978, beide im Bahnhofskopf Richtung Straubing aufgenommen:


(Foto : Schulze)
D 01 der Regentalbahn, setzt sich vor ihren Zug nach Viechtach.
Esslinger Triebwagen der Regentalbahn auf dem Weg von Lam nach Cham.
Miltach besaß insgesamt 12 Fügelsignale, auch daß macht sich im Modell sicher hervoragend! (Foto : Schulze)
Heute gibt es Miltach als "Bahnhof" im Personenverkehr immerhin noch, auch wenn dort nur noch ein einziges Gleis liegt, die Strecke nach Straubing ist längst ein ... genau, Radweg geworden. Der "Geschäftsbereich Schotterwüste" kannte mal wieder kein Erbarmen.
Als Anregung für die GebäudeselbstbauerIn, die Bahnsteigseite des EGs im Sommer 2002:
Gleisplan
Als Vorschlag eine Anlage in H0 mit den Abmessungen von ca. 4,50m x 2,50 m, das eingezeichnete Raster hat einen Abstand vom 50 cm. Zugrunde gelegt habe ich das Tillig-Elite-Gleissystem.


Der Bahnhof liegt gut zugänglich in der Anlagenmitte, links verschwindet die Strecke Richtung Cham im Untergrund, nach rechts verschwindet die Blaibacher Strecke sofort hinter Bäumen und taucht dort nach unten ab, während die Straubinger Strecke noch ein Stück sichtbar bleibt, diese überquert nämlich hier den Regen auf einer Brücke, diese schöne Motiv musste unbedingt noch auf die Anlage!:
Foto : U.Kandler, 19.6.1987
Ein herrlicher Nebenbahn-Güterzug der Epoche 4!
Der Schattenbahnof findet Platz unterhalb des Bahnhofs, entweder ein Schattenbahnhof für alle Richtungen in der -1 Ebene, oder aufwendiger, getrennte Anlagen in den Ebenen -1 bis -3.
Bei mehr Platz könnte man auch den Bahnhof Blaibach mit der Verzweigung der Strecken nach Lam und Viechtach darstellen, die Viechtacher Strecke hatte dort auch eine wunderschöne Regenbrücke, deren Baufälligkeit ihr dann allerdings auch zum Verhängnis wurde.
Schön wäre auch ein Modul-Arragment als Erweiterung der stationären Anlage. Ein reizvoller Bahnhof auf der Straubinger Strecke wäre z.B. Konzell-Streifenau.

Links
Literatur
  • Bufe, S.: Eisenbahnen in der Oberpfalz, Egglham: Bufe, 1993, ISBN 3-922138-48-9
  • Hoch, G., Kuhfahl A.: Nebenbahnen in der Oberpfalz, Neustadt/Cbg.: Resch, 2000, ISBN 3-9805967-7-X
  • Fried, A., Quill K.-P.: Regentalbahn, Egglham: Bufe, 1999, ISBN 3-922138-72-1
  • Kandler U.: Eisenbahnen im bayrischen Wald, Fürstenfeldbruck: Hermann Merker Verlag, 1996, ISBN 3-922404-89-8